KTG-Stadtteilschule

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Sonntag, den 27. März 2011 um 22:06 Uhr

Die KTG Stadtteilschule in Minden / Dankersen


 „Eine andere Schule“



Vorwort


Im Jahr 2008 ist im Stadtteil Dankersen die KTG Stadtteilschule, ein ausgelagerter Teil der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Minden, entstanden.

Diese Schule will neue, moderne und zukunftsträchtige Ansätze der Lern- und Unterrichtsorganisation entwickelt, implementiert, erprobt, evaluiert und etabliert!

Die an Unterricht und Schulleben beteiligten Personen, Schüler, Eltern, Lehrer und externe Helfer, wollen die Herausforderungen unserer Zeit aktiv und gestaltend annehmen. Unsere Schüler werden daher umfassende methodische, inhaltliche und soziale Kompetenzen erwerben. Diese sollen sie sich aneignen, innerhalb und außerhalb der Schule vertiefend einüben und erproben und zu zukunftsorientierten Bildungs- und Berufsabschlüssen ausbauen.

Schulorganisation
Wir streben neue Organisations- und Arbeitsstrukturen an. Unser Ziel ist ein Schulvorstand mit kollegialer und kooperativer Führung. Hier sollten Lehrer, Eltern, Schülerinnen und Schülern und externe Partner mit Sitz und Stimme vertreten sein. Die Konferenzen könnten zu Fachforen werden, bestimmte Fragestellungen werden aber von der gesamten Schulgemeinde entschieden.

Lern-/ Unterrichtsorganisation
Formen von selbstgesteuertem Lernen und selbstständigem Arbeiten können nur in veränderter Unterrichts- und Lernorganisation gelingen. Individuelles Lernen braucht anspruchsvolle Aufgaben und Problemstellungen, lernprozessorientierte Zeitstrukturen und die Möglichkeit zur weitgehenden Steuerung der Arbeitsprozesse durch die Schülerinnen und Schüler. Die verhängnisvolle Teilung des „in Fächern Lernens“ soll kurzfristig zu Gunsten eines ganzheitlichen Lernens überwunden werden.

Unterrichtsformen
Unterricht verstehen wir als Lehr- und Lernprozess auf allen Seiten, der als selbstständiges Arbeiten und Lernen begriffen und gemeinsam gestaltet wird. Es findet fortwährend eine intensive Verständigung über die Lernarrangements statt. Individualisiertes Lernen und seine Unterstützung wird in diesem Sinne als offener Unterricht verstanden, der selbstständiges, entdeckendes Lernen, den Fachvortrag, die individuelle Arbeits- und Lernplanung in den Mittelpunkt stellt und die Schülerinnen und Schüler befähigt, das eigene Lernen in die „Hand“ zu nehmen.

Leistungsbewertung
Wir halten neue Formen der Leistungsbewertung für unverzichtbar. Zensuren/Ziffernnoten verlieren wegen ihrer geringen Aussagekraft bzgl. der vielschichtigen Kompetenzen und der Entwicklung unserer SchülerInnen an Bedeutung. Individuelle Lernentwicklungsberichte und entsprechende Überprüfungen ergänzen oder ersetzen die traditionellen Formen der Leistungsbewertung. Die Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler ist von großer Bedeutung, vergleichende Leistungsbewertung findet nicht statt.

Das pädagogische Leitbild der KTG Stadtteilschule in Dankersen (im Überblick)
·    Das einzelne Kind steht im Vordergrund. Stärken werden entwickelt, Schwächen werden zielgerichtet ausgeglichen. Jedes Kind bekommt eine Chance!
·    Die Schwerpunkte unserer Schule (Englisch, Musik / Kunst, Sport) stehen im Mittelpunkt des Schullebens.
·    Das Fest hat besondere Bedeutung für das Schulleben an unserer Schule. Im wöchentlichen Plenum, beim Frühlings- oder Sommerfest können unsere SchülerInnen zeigen, was sie gelernt haben. Demokratische Prozesse erhalten hier ihr Forum.
·    Jede Begabung zählt. Deshalb haben die Schüler unserer Schule die Möglichkeit, unter unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen zu lernen und zu arbeiten.
·    Bildungsabschlüsse werden bis zum Schluss offen gehalten. Wir führen die Kinder bis Klasse 10 zu den Sekundarabschlüssen und in unserer dreijährigen Oberstufe am Königswall zu Fachhochschulreife und Abitur.
·    In unserer Schule ist jeder willkommen. Religiöse, ethnische, kulturelle, soziale und geschlechtsspezifische Unterschiede beleben das Schulleben. Gäste in Unterricht und Schulleben sind immer gern gesehen.
·    Kein Kind sollte Angst vor der Schule haben. Neben allen notwendigen Regeln sollen die Kinder sich bei uns wohlfühlen. Nur dann kann Lernen optimal gelingen.
·    Wir sind eine Ganztagsschule. Neben dem Unterricht werden gemeinsame Feste, gemeinsame Spiele und Mahlzeiten und soziale und kulturelle Erfahrungen groß geschrieben.
·    Unterricht wird an der KTG Stadtteilschule in Dankersen  nicht als lehrerzentrierter Gang durch Inhalte verstanden. Kinder müssen die Verantwortung für ihr Lernen übernehmen lernen. Den Kindern wird deshalb konsequent Raum zum selbständigen Forschen, Erproben und Lernen gegeben. Lehrer und externe Fachleute begleiteten diese Prozesse.
·    Ohne die Mitarbeit der Eltern ist unsere Arbeit wirkungslos. Das Engagement unserer Eltern ist uns sehr wichtig. Eltern sind ein bedeutender Teil unserer Schule.
·    Externe Fachleute sind in unserer Schule von großer Bedeutung. Wir betreiben eine intensive Zusammenarbeit mit Betrieben, Kulturschaffenden und Vereinen, die das Leben und Lernen der Kinder fachmännisch unterstützen.
·    Unsere Schule wird von allen Beteiligten, Kindern, Lehrern, Eltern und anderen gestaltet. Demokratie wird bei uns groß geschrieben.


Eigenverantwortliches Lernen
Eigenverantwortliches Lernen, liegt uns besonders am Herzen!!! Schüler müssen die Verantwortung für ihr Lernen übernehmen. Nur dann werden sie erfolgreich sein. Dies kann nur gelingen, wenn Schüler erkennen können, was sie warum lernen sollen. Schüler müssen hierzu in den Entscheidungsprozess über Lerninhalte und –wege einbezogen werden. Darüber hinaus müssen Kinder die Gelegenheit erhalten, eigene Schwerpunkte zu setzen und sich in Bereiche, die sie besonders interessieren, hinein zu vertiefen. Selbstverständlich geschieht dies im Rahmen der für die Schulen des Landes NRW gültigen Richtlinien.


Individuelle Förderung
In einer Klasse wird es einleuchtender Weise niemals zwei Kinder geben, die exakt auf demselben Lernstand sind. Wie abwegig erscheint es dann, im Frontalunterricht alle Kinder im Gleichschritt zu behandeln. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Unterrichtsformen gefunden werden müssen, die das einzelne Kind dort abholen, wo es steht. Deshalb öffnen wir unseren Unterricht für die Selbsttätigkeit der Kinder.


Begabungsförderung
Kinder, die erfolgreich sein wollen, benötigen unbedingtes Vertrauen in sich selbst und ihr Fähigkeiten. Die Sicherheit, die eigene Zukunft bewältigen zu können, ist Grundlage eines tragfähigen Lebensentwurfs. Viele Kinder können viel, was annähernd nie in der Schule zum Thema wird. Viele Kinder werden selten mit Anerkennung, häufig aber mit negativen Rückmeldungen über sich konfrontiert. Die KTG Stadtteilschule in Dankersen  will hier einen eindeutig anderen Weg gehen. Unsere Schüler sollen ihre Stärken entdecken und entwickeln, sich selbstbewusst ins Bild setzen lernen. Jeder Schüler der KTG Stadtteilschule kann viele seiner Lerninhalte selbst bestimmen. Er erhält wöchentlich und zu besonderen Anlässen die Gelegenheit, die Produkte seines Lernens zu präsentieren.
 

Mit der Einrichtung von drei Schwerpunktklassen pro Jahrgang, haben alle Schüler die Gelegenheit, sich einen pädagogischen Schwerpunkt zu wählen, in dem sie schon Erfolge haben oder die sie besonders interessieren. Seit 2008 können die Schüler unserer Schule zwischen der Englisch-, der Musik- und der Sportklasse wählen. Hier erhalten die Kinder und Jugendlichen deutlich mehr Unterricht, als ihre Altersgenossen in anderen Schulen. Zentral ist hier jedoch nicht das bloße Mehr an Unterricht, vielmehr sollen aus den jeweiligen Schwerpunktklassen fächerübergreifende Unterrichtssituationen und Projekte entstehen, die einen umfassenden Kompetenzerwerb ermöglichen. Um diesen Ansatz erfolgreich zu gestalten, legen wir die Mithilfe schulexterner Fachleute zugrunde. Sportvereine, Industriebetriebe, Musiker und Musikschulen und einige mehr sind an unserem Schulleben beteiligt. Alle Kinder bleiben vom Jahrgang 5 bis zum Jahrgang 10 in ihrer Schwerpunktklasse. Wir streben an, die Schwerpunkte in der Oberstufe im Sinne einer Profilierung fortzuführen.

Schwerpunktklassen Englisch

 

Gute Englischkenntnisse werden zukünftig mehr und mehr an Bedeutung gewinnen und eine wichtige Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt darstellen. Dieser wachsenden Bedeutung und dem individuellen Interesse  der Schülerinnen und Schüler an der Fremdsprache wollen wir Rechnung tragen durch das Angebot einer Englischklasse pro Jahrgang.
Das pädagogische Konzept für die Englischklasse geht natürlich Hand in Hand mit dem pädagogischen Grundkonzept unserer Schule und lässt sich in zwei Phasen einteilen:

Phase 1: Erweiterter Englischunterricht
In den Jahrgangsstufen 5 und 6 erhalten die Schülerinnen und Schüler neben den 4 regulären Englischstunden pro Woche (Kernunterricht) zwei Zusatzstunden Englisch. Diese Zusatzstunden:
 
  • basieren auf den Kernunterrichtsstunden
  • sollen den Spracherwerb intensivieren
  • dienen der Vorbereitung auf den bilingualen Unterricht in den Jahrgängen 7-10
  • berücksichtigen die Prinzipien des individuellen Lernens
  • sollen eine höhere Identifikation mit dem Fach ermöglichen
  • sollen die Schülerinnen und Schüler für den Fremdsprachenerwerb motivieren

Die Schülerinnen und Schüler erhalten in diesen Stunden die Möglichkeit besondere Projekte nach Interessenslage zu planen und durchzuführen. Sie inszenieren kleinere Theaterstücke, Hörspiele und Modenshows, lesen englische Lektüren, arbeiten in Gedichtwerkstätten und an Fotostories, pflegen englischsprachigen Brief- bzw. Emailkontakt, befassen sich mit landeskundlichen Themen (z.B. Christmas, Australia) und vieles mehr. Dieser Aktivitätenkatalog ist je nach Interessenslage der Schülerinnen und Schüler ausbaufähig.

Wenn dies möglich ist, binden wir die englische Sprache in die anderen Fächer, im Sinne eines fächerübergreifenden Unterrichts, ein.

Phase 2: Bilingualer Unterricht
Ab der 7. Klasse beginnt die 2. Phase für die Schwerpunktklasse Englisch. Zunächst wird dann das Fach Biologie bilingual . Was ist bilingualer Unterricht?
Bilingualer Unterricht ist „zweisprachiger Fachunterricht“. Ein wichtiges Ziel des bilingualen Unterrichts ist es, die Schülerinnen und Schüler auf komplexe fremdsprachliche Situationen in Alltag und Berufswelt vorzubereiten und sie so zu angenäherter Zweisprachigkeit zu befähigen.

Hier gibt es sowohl einsprachige als auch zweisprachige Phasen im Fachunterricht, wobei mit fortschreitender fremdsprachlicher Kompetenz der Schülerinnen und Schüler der Unterricht vorwiegend auf Englisch gehalten wird. Englisch wird zur Arbeitssprache im Unterricht, wodurch der Umgang mit der Fremdsprache mehr und mehr zu einer Selbstverständlichkeit wird. Die Schülerinnen und Schüler erwerben so ein umfangreiches Fachvokabular zu verschiedenen Sachgebieten

Als wesentlicher Bestandteil der Ausbildung in Englisch wurde die Kooperation mit einer international tätigen Firma angebahnt, die den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der englischen Sprache in der Praxis näher bringen soll und die Einblicke in die Berufswelt ermöglichen wird.

Wir werden die „neue Medien“ einbinden und einen internationalen Schulkontakt initiieren. Die Zusammenarbeit mit diesen Schulen soll zunächst in Form kleinerer gemeinsamer Unterrichtsprojekte stattfinden. Wir erhoffen uns hiervon, dass die Schülerinnen und Schüler dadurch feste Kontakte mit Muttersprachlern knüpfen können.


 


Die Kinder in der Sportklasse haben sechs Stunden Sportunterricht in der Woche.

Alle Kinder sollen über das bloße Bewegen hinaus vielfältige motorische, kognitive, soziale, methodische Kompetenzen erlangen. Hierbei helfen uns qualifizierte Trainer und Pädagogen aus verschiedenen Vereinen und einem Jugendhaus – und natürlich engagierte Eltern.

Die Kinder wählen aus dem Angebot, den so genannten geschlossenen Lernwerkstätten, die nur für Kinder der Sportklassen geöffnet sind. Unterschieden werden die drei Felder Sport und Gesellschaft („Leistungssport“: Handball, Mädchen- und Jungenfußball, Volleyball, Tennis etc.), Sport und Natur (Natursport: Kanu, Rudern, Leichtathletik, Ski, Snowboard etc.) und Sport und Kunst (Gestaltung im Sport: Tanz, Turnen etc.). (Für die Kinder der anderen Schwerpunktklassen gibt es ebenfalls zahlreiche Angebote, die offenen Lernwerkstätten, an denen jedes Kind teilnehmen kann.)

Es uns wichtig, dass die Kinder hier zu sehr guten Leistungen motiviert und gefördert werden, zentral ist jedoch, dass jedes Kind am sportlichen Angebot teilnehmen kann und im Rahmen seiner Möglichkeiten gefördert wird. Kinder sollen über die Schule ihre Heimat in einem Verein finden. Die Integration von Kindern aus dem Stadtteil in Schule und Verein bzw. aus Schule und Verein in den Stadtteil spielt hier eine zentrale Rolle.

Unsere Lernwerkstätten im Einzelnen:
 
Volleyball                          
Tanzen           
Yoga
Fußball für Mädchen Tennis Fitness für Mädchen
Fußball für Jungen Kanu
Anspannen und Entspannen
Handball Rudern Leichtathletik
 
 Projektwochen:
 
Triathlon               
Tauchen Suchtprävention
Mountainbiking SaltoMortale  
Orientierungslauf Ernährung  


Klassenfahrten mit sportlichem Schwerpunkt
Kanufahren am Sorpesee
Ski- und Snowboardkurs in Österreich


… und sonst noch
Trainingslager Volleyball
Bau einer Beachvolleyballanlage
Bau einer Kletterwand
Trainerausbildung in Jahrgang 8
Teilnahme an Meisterschaften und Turnieren

Unsere Kooperationspartner sind:
 

1. VC Minden                

    

Jugendhaus Alte Schmiede

            

GWD Minden

         

TUSPO Meißen

           

KSG Minden

          

Eintracht Minden

      

SV Weser-Leteln

                   

Bessel Ruderclub

         

Tennisclub Leteln

 
 
In den musisch-kreativen Schwerpunktklassen wollen wir Interessen wecken und Talente fördern. Dies geschieht im musikalischen Bereich u. a. durch das obligatorische Erlernen eines Instrumentes. In Zusammenarbeit mit Instrumentallehrern der Musikschule erhalten die Schülerinnen und Schüler wöchentlich jeweils eine Unterrichtsstunde am Instrument ihrer Wahl. Daneben gehören Gesang, Tanz und schauspielerische Elemente ebenso zur Ausbildung wie der bildnerische Bereich. Offene Werkstätten dienen zudem der Ergänzung und Vertiefung des Erlernten. Hier reicht das Angebot vom Spiel im Schulorchester oder in verschiedenen Rockbands über das Theaterspiel bis hin zum Gesellschaftstanz. Regelmäßig stattfindende Aufführungen, Ausstellungen sowie die Teilnahme an schulischen und öffentlichen Veranstaltungen eröffnen den Schülerinnen und Schüler Ziele außerhalb des Unterrichts. Sie motivieren sie in ihrer künstlerisch-kreativen Entwicklung und führen zu wichtigen Erfolgserlebnissen.
 
 
Öffnung von Unterricht
Die KTG Stadtteilschule in Minden / Dankersen  hat sich auf den Weg gemacht, den Unterricht zu öffnen. Der dozierende Lehrer ist Vergangenheit. Dem Schüler muss in vielfältiger Weise die Gelegenheit gegeben werden, selbst zu entscheiden, was er wann wie lernen sollte. Den Schülern werden mittels Selbstdiagnosetests ihre individuellen Stärken und  Defizite verdeutlicht. Mithilfe von geeigneten Materialien, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Zugangsmöglichkeiten beinhalten, haben sie dann die Gelegenheit, diese Stärken auszubauen und Defizite auszugleichen. Wochenarbeitspläne, Freiarbeitsmaterialien, Portfolios und einiges mehr werden kontinuierlich im Unterricht eingesetzt. Zentraler Vorteil dieser Arbeitsformen ist, dass der Lehrer, der nicht vom Vortrag an die Tafel gebunden ist, sich frei im Klassenraum bewegen kann, um einzelnen Schüler Anregungen und Hilfen zu geben. Der Lehrer versteht sich als Initiator und Helfer. Selbstverständlich finden auch weiter, an geeigneter Stelle Unterrichtsgespräche und Lehrervorträge statt.



Lernbüro
Lernbüros finden in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik statt. Hier werden die Kinder auf der Grundlage von Kompetenzrastern, Diagnosetests und Checklisten unterrichtet. Der Unterricht findet grundsätzlich, aber nicht ausschließlich in der oben beschriebenen offenen Form statt.


Lernwerkstätten
In den Lernwerkstätten finden die Schwerpunkte der Schwerpunktklassen statt. Es besteht für die Kinder in den geschlossenen Werkstätten eine Wahlpflicht, in den offenen Werkstätten eine Wahlmöglichkeit. So wählen Kinder der Sportklasse am Donnerstag in der 7. und 8. Stunde verbindlich aus 4 Sportangeboten aus. Kinder der Musik/Kreativ- und der Englischklasse müssen die Wahl aus 4 Angeboten treffen. Im den offenen Werkstätten am Mittwochnachmittag und in den Mittagspausen dürfen die Kinder aus 10 freiwilligen Angeboten auswählen. Hier können „Sportkinder“ auch Englisch oder Musik, „Musikkinder“ auch Sport usw. betreiben.


Projektunterricht
Im Projektunterricht werden die Fächer Naturwissenschaften, Gesellschaftslehre und Religion unterrichtet. In einem Zeitfenster von ca. vier Wochen müssen die Kinder mehrmals im Jahr die Basiskompetenzen von jeweils einem Teilgebiet der drei Fächer erlangen. Darüber hinaus müssen sie sich selbstständig, aber vom Fachlehrer gestützt, Themenbereiche suchen, die sie vertiefen wollen. Wann der Schüler seine Aufgaben im Rahmen der vier Wochen erledigt, ist seine Entscheidung.
Die Freiarbeitssituationen werden immer wieder ergänzt durch Phasen des Klassenunterrichts, in denen häufig auftretende Fragen und Probleme thematisiert werden. Durch geeignete pädagogische Maßnahme stellen die Fachlehrer jederzeit sicher, dass sich Kinder nicht völlig aus dem Lerngeschehen heraushalten. Individuelle Pausen allerdings sind erwünscht.



Projekte
Jedes Kind der KTG Stadtteilschule in Dankersen  kann in mindestens zwei Projektwochen im Schuljahr lernen und forschen. Hier soll den Kindern die Gelegenheit gegeben werden, einmal ohne Pausenzeichen, Fach- und Lehrerwechsel an einem Schwerpunktthema zu arbeiten. Die Ergebnisse des Lernens werden in jedem Fall der Schulöffentlichkeit, in vielen Fällen auch der Öffentlichkeit präsentiert. Die Projekte sind immer an die Schwerpunkte der Schule und an übergeordnete Themen aus dem Fachunterricht gebunden.

 

Selbstlernzentrum
„Wir haben uns auf den Weg gemacht…“
Unser Ziel ist es, dass Schüler selbstbestimmt und eigenverantwortlich arbeiten. Lehrer und externe Fachleute sind Ideengeber, Helfer und Lenker. Viele unserer Vorhaben funktionieren bereits, andere stocken noch oder sind noch nicht ausgereift. Bis 2013 wollen wir erreicht haben, dass die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen in Selbstlernzentren unter den oben beschriebenen Bedingungen arbeiten und lernen.


Deutsch Förderunterricht
Hier besteht ein geeignetes Konzept, das in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht wird.


Methodentraining
Hier besteht ein geeignetes Konzept, das in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht wird.
 
Schule als Wohlfühlort
Leistungsdiagnostik ist gut und sinnvoll, wenn sie in erster Linie dazu dient, vorhandene Stärken zu entwickeln und Defizite aufzuarbeiten. Es erscheint im Hinblick auf eine gelungene Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und im Hinblick auf das Funktionieren eines Staates sinnlos, Kinder auszusortieren und abzuschreiben. An der KTG Stadtteilschule in Dankersen  muss kein Kind Angst haben, in diesen Strudel von Misserfolg und Herabsetzung zu geraten. Generell sollen sich alle Schüler so wohl fühlen, dass sie in Ruhe und ohne Furcht und Zukunftsängste lernen können. Jedem Kind wird bis zum Erreichen seiner Abschlussklasse die Chance gegeben, ein individuell optimales Lernergebnis, in Form von Kompetenzen und Abschlüssen, zu erlangen.
Unsere Schule ist ein Modell dessen, wozu sie erziehen soll: Eine demokratische Schule, in der möglichst viele an Entscheidungsprozessen beteiligt sind und in der sie zusammen ein vielfältiges, vertrauensvolles schulisches Miteinander gestalten.
 
Klassenlehrer
Unsere Schüler kommen in der Klasse 5 aus dem relativ geschützten Raum der Grundschule zu uns. Diesen Schutz und ein hohes Vertrauen in ihre Lehrer sollen die Kinder nicht verlieren. Deshalb haben die Kinder in den Jahrgängen 5 und 6 mindestens 15 Unterrichtstunden in der Woche bei ihren beiden Klassenlehrern. Damit sich die Kinder geschlechtsspezifische Vorbilder suchen können, leiten immer eine Frau und ein Mann gemeinsam eine Klasse (Ausnahmen gibt es nur, wenn das Kollegium diese Konstellation nicht ermöglichen kann). Die doppelte Klassenleitung ist bis zur Klasse 7 bindend. Einer der Klassenlehrer begleitet die Kinder von der 5 bis zur 10!

   
Jahrgangsteams
Alle Klassenlehrer eines Jahrgangs treffen sich regelmäßig zu Besprechungen und Konferenzen im Jahrgangsteam. Diese Kollegen haben auch ihre Arbeitsplätze in gemeinsamen Teamzimmern. So werden zeitnahe Absprachen gewährleistet und Kommunikationswege verkürzt.



Elternarbeit
Ohne die Mitarbeit der Eltern in Schule und Erziehung muss Schule wirkungslos bleiben. Kinder benötigen bei aller notwendigen Freiheit eine klare Linie, die von allen Erwachsenen im besten Sinne vertreten wird. Wir binden die Eltern der uns anvertrauten Kinder von Anfang an in unsere Schule ein. Wir informieren und beraten und zeigen den Eltern Wege auf, in der Schule tätig zu werden. Wir machen das z.T. hohe Spezialistenwissen einzelner Eltern für die Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen nutzbar. Dies geschieht in gemeinsamen Projekten, Lernwerkstätten und im Projektunterricht.


Externe Fachleute
Neben den Eltern gibt es zahllose außerschulische Experten, die über hohe Kompetenzen verfügen, die in dieser Form nicht in Schule vertreten sind. Diese Kompetenzen machen wir uns, zum gegenseitigen Nutzen, zueigen. Unsere Divise lautet: „Fachleute zu den Kindern – Kinder zu den Fachleuten!“



Offener Eingang
Jedes Kind kann um 7.45 Uhr in die Schule kommen. Dann sind Lehrer da, die sich gemeinsam mit den Kindern auf den Tag einstimmen. Der Unterricht beginnt für alle um 8.00 Uhr.



Feste
Kinder und Jugendliche leisten viel. In der Schule und außerhalb der Schule. Diese Leistungen müssen anerkannt werden, wenn Kinder und Jugendliche selbstbewusst ihre Zukunft gestalten sollen. Im Zentrum unserer Schule steht das Fest. Hier kann jedes Kind Ergebnisse seines Lernens und Arbeitens präsentieren. Es finden in jedem Jahr mindestens zwei dieser Feste für jeden Jahrgang, möglichst aber jahrgangsübergreifend, statt.


Wochenplenum
Ein „Fest“ findet in jeder Woche statt. In den letzten beiden Stunden am Freitag trifft sich der gesamte Jahrgang zum Plenum. Hier werden Anliegen der Schüler, oder auch der Lehrer, besprochen. Kinder zeigen, was sie in der Woche im Unterricht, oder auch zu Hause, erarbeitet haben. Jedes Plenum beginnt mit einem Jingle und endet mit einem gemeinsamen Lied. Auch hier wird die Gemeinsamkeit mehrerer Jahrgänge angestrebt.


Mensa
Voller Bauch studiert nicht gern – ein leerer aber auch nicht. Jedes Kind muss täglich eine warme Mahlzeit erhalten. Die an die KTG angeschlossene Mensa leistet hier einen wertvollen Beitrag. Hier kann jedes Kind für ca. 3 € zu Mittag essen.


Schulregeln
Unsere Schulregeln sind von den Schülern entwickelte Wohlfühlregeln. Gemeinsam haben die Kinder und Jugendlichen mit ihren Lehrern überlegt, welche Regeln vereinbart werden müssen, damit jeder zufrieden und ohne Angst an der KTG Stadtteilschule in Dankersen  leben und lernen kann. Jeder neue Jahrgang 5 wird am Entwurf des Regelwerks beteiligt.


Mittagspausen
Alle Kinder haben verlässlich eine Stunde Mittagspause. In dieser Zeit können sie in der Mensa essen. Außerdem gibt es verschiedene Freizeitangebote zum Austoben und Entspannen.


Freizeitangebote
Die Freizeitangebote sind so angelegt, dass sie möglichst viele Interessen abdecken. Ihren Bewegungsdrang können die Kinder und Jugendlichen bei Sportangeboten in der Turnhalle oder im Außenbereich der Schule befriedigen. Kinder die Ruhe brauchen gehen in die Teestube, die Bibliothek oder den Entspannungsraum. Außerdem können die Kinder und Jugendlichen im Technikbereich werkeln, musizieren oder den Schulgarten anlegen und pflegen.


Verlässlicher Ganztag
Jedes Kind kann an den Tagen Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 7.45 Uhr bis 15.00 Uhr in der Schule bleiben. Am Dienstag endet der Unterricht um 13.15 Uhr. An einigen Tagen können die Kinder an freiwilligen offenen Lernwerkstätten teilnehmen.


Hausaufgaben
Hausaufgaben haben wenig Nutzen. Im Wesentlichen profitieren Kinder, die sehr leistungsstark in der Schule sind und die vor allem Eltern haben, die zu Hause helfen können. Unsere Kinder sind von 7.45 – 15.00 manchmal bis 17.00 Uhr in der Schule. Deshalb: Hausaufgaben werden nur in Ausnahmefällen aufgegeben. Aufgaben für zu Hause werden nur dann aufgegeben, wenn dies unausweichlich ist – etwa das Vokabelnlernen für den Spracherwerb Englisch. Mittelfristig suchen wir auch für den Englischunterricht nach Alternativen zum häuslichen Lernen.



Berufsvorbereitung
Die Berufsvorbereitung findet bei uns von Anfang an statt. Wir kooperieren mit hochrangigen Unternehmen, sodass die Kinder unserer Schule von Beginn an altersangemessenen Zugang zur Berufswelt erhalten. Selbstverständlich gibt es umfassende und sinnvoll strukturierte Berufsvorbereitungslehrgänge in den Klassen 9 und 12, die in einem Betriebspraktikum münden.



Schülerfirma Kiosk
In unserem Schulkiosk können sich Kinder, Lehrer, Eltern und andere mit gesunden Lebensmitteln versorgen. Das Besondere: Der Kiosk wird, unter Zuhilfenahme von Eltern und Lehrern, in Eigenregie der Schüler geführt. Dies sehen wir als einen Teil der zu erwerbenden Selbstkompetenz der Schüler und – nicht zu letzt – als Vorbereitung auf das Berufsleben.


Klassenfahrten
Klassenfahrten sind wichtig für das soziale, aber auch das inhaltliche und methodische Lernen der Kinder. Sie sind immer an den Unterricht angebunden und orientieren sich zukünftig an den von den Kindern gewählten Schwerpunkten der Schwerpunktklassen. Mit Stand von heute nehmen die Schüler an folgenden Fahrten teil: Im Jahrgang 5 fahren alle Kinder zu einer Kennenlernfahrt, in Jahrgang 6 lernen alle Kinder das Kanufahren in seinen vielfältigen Naturbezügen kennen. Im Jahrgang 7 findet die Fahrt mit naturwissenschaftlich – biologischen Hintergrund statt. In Klasse 10 lernen alle Schüler Europa aus gesellschaftspolitischer Sicht kennen.

Das Fahrtenkonzept wird sich mittelfristig an den Besonderheiten unserer Schule orientieren müssen. Hieran arbeiten wir zur Zeit.


Computer im Klassenzimmer
Jeder Klassenraum erhält Computer, die den Schülern selbständige Informationssuche ermöglichen. Darüber hinaus lernen alle Schüler fachbezogene Kompetenzen, etwa im Excelunterricht in Mathematik im Jahrgang 7. Von besonderer Bedeutung sind die Computer für die Englischklasse, die über unterschiedliche Emailprojekte Kontakte in die englischsprachige Welt aufbauen.



Sozialpädagogik
Wo so viele Menschen aufeinander treffen, muss es zu Reibungsverlusten kommen. Manche Kinder und Jugendlichen bringen aber auch Probleme mit in die Schule, die von außen produziert worden sind. Um diesen Kindern und Jugendlichen zu helfen, beschäftigt die KTG Stadtteilschule in Dankersen  eine Sozialpädagogin, die professionell für die Betreuung von Kindern mit Schwierigkeiten vorbereitet ist.


Schülerbibliothek
Kinder wollen lesen und wir wollen auch, dass Kinder lesen. Zum einen ist das Lesen die Kulturtechnik schlechthin und damit von zentraler Bedeutung für das Lernen, Leben und Arbeiten eines Menschen. Zum anderen steckt im Lesen eine eigene Welt, die sich nach Möglichkeit jedem offenbaren sollte. Deshalb haben wir, Lehrer, Eltern und Kinder, eine Bibliothek gegründet, in der Bücher gelesen oder geliehen werden können. Selbstverständlich wird die Bibliothek von Schülern organisiert und verwaltet. Während der Bibliothekszeiten können sich die Schüler außerdem im Schachclub oder in der Spieleecke beschäftigen. Tee und Gebäck werden vom Team „Teestube“ vorbereitet.



Schulsanitätsdienst
An der KTG Dankersen gibt es einen Schulsanitätsdienst. Die Schüler/innen werden vom DRK aus- und weitergebildet und übernehmen, einem selbst aufgestellten Dienstplan folgend, die Betreuung der Schüler/innen, die sich in den Pausen beim Spielen kleinere Verletzungen zugezogen haben. Eine Lehrerin und engagierte Eltern betreuen die Sanitäter/innen, achten aber auch darauf, dass die jungen Menschen so selbstständig wie möglich arbeiten.


Der Übergang aus der Grundschule
Das Stadtteilbildungszentrum
Wenn Kinder in die KTG Stadtteilschule in Dankersen  kommen, haben sie schon eine vierjährige Schulbiographie im Gepäck. Sie haben Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten
angelegt, Freunde gefunden und Probleme gelöst. Zu häufig gehen viele dieser Kompetenzen beim Übergang in die weiterführende Schule verloren. Unser Ansinnen ist es deshalb, den Übergang von der KiTa in die Grundschule und von der Grundschule in die Stadtteilschule im Sinne eines Stadtteilbildungszentrums zu systematisieren. Wir wollen Einvernehmen bzgl. der methodischen, der sozialen und der inhaltlichen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen herstellen. Ein besonderes Augenmerk wollen wir auf den Übergang von Klasse 4 zu Klasse 5 legen.

  

Das Oberstufenzentrum
Alle Schüler der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule in Minden  und die KTG Stadtteilschule in Dankersen können mit der entsprechenden Qualifikation im Jahrgang 10 in die gemeinsame gymnasiale Oberstufe am Königswall in Minden wechseln. Hier erwartet die Schüler eine Oberstufenprogrammatik, die ihnen gerecht wird. Sie haben drei Jahre Zeit zum Lernen, um dann gut qualifiziert am Zentralabitur teilzunehmen und hinterher in Studium oder Beruf zu wechseln. Auch in unserer Oberstufe führen wir zu verschiedenen Schulabschlüssen. Der Erwerb der zweiten Fremdsprache ist hier noch möglich.




Wissenschaftliche Begleitung
 „Sind wir erfolgreich?“ Wir glauben, ja! Aber glauben heißt nicht wissen. Deshalb versichern wir uns durch intensive interne und externe Evaluation unserer Arbeit. Das pädagogische Neudenken unserer Schule wird begleitet von dem Schulverbund „Blick über den Zaun“ und der Universität Siegen.


© Stefan Engelking



Aktualisiert ( Mittwoch, den 07. Dezember 2011 um 22:01 Uhr )
 

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